WERNE Wichtigster Tagesordnungspunkt in der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung des Werner SC war am gestrigen Montagabend war die Diskussion über den Standort des geplanten Kunstrasenplatzes. Aus diesem Grund erschien der 1. Beigeordnete, Sportdezernent und Bürgermeister-Kandidat Lothar Christ im Vereinslokal Havers.

Der Tenor der Diskussion in der zweistündigen Versammlung war eindeutig. Der Hauptvorstand des Vereins in Person des Vorsitzenden Lutz Hammer und des Ehrenvorsitzenden Manfred Prömel favorisieren den Umbau des Aschenplatzes im Sportzentrum Lindert zu einem Kunstrasenplatz. Mittelfristig - so der weitere Wunsch - soll die Anlage dann zu einem Sport- und Begegnungszentrum als Heimstätte des Vereins ausgebaut werden. "Mit 29 Mannschaften gehört der Kunstrasenplatz in den Lindert und nirgendwo anders hin", sagte Prömel unter großem Beifall: "Damit wir vielleicht in zehn Jahren eine sportliche Heimat haben."

Dieser Meinung schloss sich der überwiegende Teil der 53 anwesenden Mitglieder an, während der Fußball-Vorsitzende Arnold Vogt pragmatischer an die Sache geht und sich einen Umzug und eine stärkere Nutzung des Sportzentrums Dahl durch den WSC vorstellen kann.

Der Sportdezernent Lothar Christ appellierte an die Werner Fußballer vorab, an einen Strang zu ziehen und damit den Kommunalpolitikern aller Parteien Einigkeit zu signalisieren. "Ihr müsst deutlich machen, dass der Sport in eine Richtung zieht. Gebt der Politik eine Steilvorlage, Gelder in den Haushalt zu stellen, damit in diesem Jahr der Bau des Kunstrasenplatzes angegangen werden kann", sagte Christ und ergänzte: "Wir sind an einem Punkt, wo wir knapp eine Million zur Verfügung haben und dies am 29. April in den Haushalt einfließen zu lassen. Es gibt einen Punkt, da wird aus Gesundsparen Kaputtsparen", unterstrich Christ die Notwendigkeit der Investitionen in den Sport.

Darüber hinaus will der Werner SC eine klare Aussage bekommen, wann das marode Stadtstadion geschlossen wird und wie der Ersatz dafür aussehen soll. Dies wird in einem Sportstättenkonzept der Vereine, die die Außensportanlagen nutzen, weiter entwickelt.

Ernst Wenner rückt für Willi Pöller in den Vorstand

Auch mit Blick auf die Arbeit dieses Gremiums stellte Prömel klar, dass die Arbeitsgruppe zwar nicht beschlussfähig war, aber klar den Wunsch geäußert habe, dass zunächst der WSC einen Kunstrasenplatz im Lindert bekommen soll (WA berichtete).

Die sportliche Bilanz des Werner SC ist positiv. 29 Mannschaften sind im Spielbetrieb, wobei die Entwicklung zu einem Kreisliga-Spitzenteam der ersten Mannschaft unter Trainer Andreas Zinke mit vielen jungen Spielern aus den eigenen Reihen in diesem Jahr besonders heraus gestellt wurde.

Neu im Vorstand ist Spieler Ernst Wenner als 2. Vorsitzender. Er soll sich um die unterklassigen Seniorenteams kümmern. Willi Pöller zog sich von diesem Amt auf eigenen Wunsch zurück. "Wir haben nun geordnete Verhältnisse übergeben", sagte er. Kassierer Rainer Klaas stellte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Da gestern kein Nachfolger gefunden wurde, führt er das Amt aber kommissarisch weiter. Neu ist auch ein Ältestenrat, der sich aus Hubert Schwichtenhövel, Dieter Fuchs, Franz Krampe, Willi Jasper und Ernst Preik zusammensetzt. In die sportliche Leitung werden neben Thomas Overmann und Michael Preik A-Jugendtrainer Bernd Runde und Andreas Zinke aufgenommen. fraz