WERNE Jetzt doch nicht der Lindert, sondern der Dahl? Für Arnold Vogt bietet das Sportzentrum Dahl bessere Voraussetzungen für einen Kunstrasenplatz als der Lindert. "Die Anlage im Dahl mit den drei großen Fußballfeldern ist einfach ideal für ein Sportzentrum", stellt der Vorsitzende der Fußballabteilung des Werner SC fest.

WSC-Fußballchef Arnold Vogt will keine Zeit verlieren. WSC-Fußballchef Arnold Vogt will keine Zeit verlieren.

 

Denn dort, da ist er sich sicher, ist auch noch Platz für ein neues Sport- und Begegnungszentrum.

Favorit für die Ausstattung mit einem Kunstrasen wäre der erste Tennenplatz, der parallel zum Rasenplatz liegt. Für Vogt ist es wichtig, dass der Kunstrasenplatz möglichst schnell kommt. Und da sieht er im Sportzentrum Lindert doch einige Dinge, die zu Verzögerungen führen können. So ist die ungeklärte Grundstücksfrage, so Vogt, eine denkbare Verzögerung.

Vogt ist sich im klaren, dass seine Meinung im eigenen Verein auf Widerstand stoßen könne, da bislang das Sportzentrum Dahl nicht gerade ganz oben auf der Wunschliste des Vereins stand.

Keine Probleme mit der Eintracht

"Mir geht es allein um den Sport, vor allem um unsere Jugendlichen und Kinder, daher brauchen wir so schnell wie möglich den Kunstrasen", sagt Vogt.

Keine Probleme sieht Vogt in der Nachbarschaft zu Eintracht Werne, deren sportliche Heimat der Dahl ist. "Wir werden uns in Eintracht mit der Eintracht arrangieren, denn inzwischen haben wir dort schon mehr Trainingseinheiten und Spiele als im Lindert."

Sollte der Kunstrasen ins Sportzentrum Dahl kommen, gäbe es eine noch engere Nachbarschaft zur Eintracht - eine Vorstufe zu einer Fusion? Davon will Arnold Vogt nichts wissen. "Ich bin gegen eine Fusion und würde da auch nicht mitmachen", zieht er eine klare Position.

Droht ein Konflikt mit den Hockeyspielern?

Zu einem möglichen Konflikt könnte es zwischen den Fußballern und Hockeyspielern in Sachen Kunstrasen kommen. Denn der Kunstrasenplatz soll kombiniert für Fußball und Hockey ausgelegt werden, was immer nur ein Kompromiss darstellt. Und der geht immer zu Lasten der Spielfähigkeit einer Sportart - hier wäre es der Fußball.

Für die Fußballer ist ein langfloriger Kunstrasen am besten geeignet, für den Hockeysport ein kürzerer Vollkunststoffrasen. "Warum sollen wir auf einen geeigneten Kunstrasen verzichten - doch wohl nicht wegen einer Handvoll Hockeyspielern?", so das Argument aus Fußballerkreisen.