Werner SC – Ibbenbürener SpVgg 5:5 (2:1)
In einer torreichen und vom Wetter beeinflussten Partie trennten sich der Werner SC und die SpVgg. Ibbenbüren mit einem spektakulären 5:5 (2:1)-Unentschieden. Aufgrund einer heranziehenden Gewitterfront musste der Schiedsrichter das letzte Saisonspiel der Meisterschaft nach 77 Minuten vorzeitig abbrechen – unmittelbar nach dem Ausgleichstreffer für die Gastgeber.
Den Mannschaften war von Beginn an anzumerken, dass der ganz große Druck in dieser letzten Partie fehlte. „Eigentlich wollten wir die Saison mit einem Sieg abschließen“, erklärte WSC-Trainer Pascal Harder nach dem Abpfiff. Angesichts der engen Tabelle sei es am Ende aber zweitrangig, ob nun Platz 7, 8 oder 11 zu Buche stehe. „Wichtig ist, dass sich keiner verletzt hat und die Mannschaft einen guten Abschluss gefeiert hat.“
Die Anfangsviertelstunde gehörte klar den Hausherren, die Ibbenbüren sofort nach dem Anpfiff unter Druck setzten. Danach fanden die Gäste besser ins Spiel und agierten offensiver. Pech hatte der WSC in der 15. Minute, als Jannik Prinz nur die Latte traf. Kurz darauf half der Gegner kräftig mit: Ein Abstimmungsfehler zwischen dem Ibbenbürener Schlussmann Tom Rüther und seinem Abwehrspieler Adrian Thal eröffnete den Torreigen. Jason Jäger schaltete am schnellsten und schob den Ball problemlos ins leere Tor zur Führung ein. Nur fünf Minuten später erhöhte Mirac Sahin nach einem sehenswerten Sololauf über die linke Seite auf 2:0 (28.).
Kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Gäste zurück: Nach einem Foul im Strafraum verkürzte Ibbenbüren per Strafstoß auf 2:1 (43.). Der WSC hatte prompt die Riesenchance zur Antwort, doch Steffen Happe scheiterte nur Sekunden später mit einem Handelfmeter am Gästekeeper. Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse im Minutentakt. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff glichen die Gäste zum 2:2 aus (47.). Ein Eigentor von Frederic Fischer brachte Ibbenbüren in der 52. Minute sogar mit 3:2 in Führung. Der WSC schüttelte sich kurz und schlug durch den zweiten Treffer von Mirac Sahin zum 3:3-Ausgleich zurück (54.). Die erneute Führung für Werne besorgte Jason Jäger, der eine Freistoßflanke von Henrik Warnecke per Kopf zum 4:3 verwertete (61.). Doch auch diese Führung hielt nicht lang: Ibbenbüren glich erneut aus (67.).
Danach rückte das Wetter in den Fokus. Wegen eines heranziehenden Unwetters unterbrach der Unparteiische die Partie für 15 Minuten. Direkt nach dem Wiederanpfiff gingen die Gäste mit 5:4 in Führung (76.). Als sich der Himmel kurz darauf erneut bedrohlich zuzog, stand das Spiel vor dem Abbruch. In der 77. Minute traf der eingewechselte Robin Przybilla zum 5:5-Ausgleich – Sekunden später pfiff der Schiedsrichter die Partie endgültig ab. Ein verrücktes Spiel fand so ein vorzeitiges Ende
WSC: Cedrik Stute – Zoran Martinovic, Nico Holtmann, Marvin Stöver, Lukas Nattler, Steffen Happe (ab 54. Colin Lachowicz), Frederic Fischer (ab 54. Henrik Warnecke), Jason Jäger (ab 61. Robin Przybilla), Tim Abdinghoff (ab 61. Finn Drücker), Jannik Prinz, Mirac Sahin (ab 69. Johannes Schwenniger)
Tore: 1:0 Jason Jäger (23.), 2:0 Mirac Sahin (28.), 2:1 Matthias Eiter (43.), 2:2 Dominik Dohe (47.), 2:3 Frederic Fischer (52., Eigentor), 3:3 Mirac Sahin (54.), 4:3 Jason Jäger (61.), 4:4 Johannes Weweler (67.), 4:5 Dominic Dohe (76.), 5:5 Robin Przybilla (77.)

Mirac Sahin hatte allen Grund zur Freude: In seinem letzten Spiel für den Werner SC traf er zweimal. Foto: MSW



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