Werner SC – Westfalia Gemen 4:1 (0:0)
Mit einem deutlichen 4:1 (0:0)-Heimsieg gegen Westfalia Gemen hat der Werner SC am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. In einer Partie, die von einer langen Verletzungspause überschattet wurde, avancierte Rückkehrer Moataz Barakat Omar zum Matchwinner.
Dabei sah es zu Beginn im Lindert nicht nach einem klaren Erfolg aus. Die Gäste aus Gemen übernahmen sofort das Kommando und drängten den WSC tief in die eigene Hälfte. Dass die Null zur Pause hielt, war vor allem Cedric Stute zu verdanken, der für den verletzten Stammtorhüter Henrik Pollak einsprang. Stute bewahrte sein Team mit einer glänzenden Fußabwehr vor dem Rückstand.
Nach einer halben Stunde rückte das Sportliche kurzzeitig in den Hintergrund: Das Spiel musste für 20 Minuten unterbrochen werden, da Gemens Ahmet Salih Özyigit nach einem Zweikampf schwer am Knie verletzt wurde und per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich der WSC wie verwandelt. Die Gastgeber agierten mutiger und belohnten sich in der 59. Minute durch Leon Becker mit der 1:0-Führung. Zwar schlug Gemen nach einem Abstimmungsfehler in der Werner Hintermannschaft postwendend zurück (65.), doch der WSC steckte den Ausgleich unbeeindruckt weg.
Die entscheidenden Impulse kamen von der Bank. Während Jannik Prinz in der 81. Minute die erneute Führung erzielte, gehörte die Schlussphase ganz dem eingewechselten Moataz Barakat Omar. Nach langer Krankheitspause feierte er ein Bilderbuch-Comeback: Erst überrannte er in der 84. Minute die gegnerische Abwehr und traf flach ins kurze Eck, kurz darauf setzte er mit einem sehenswerten Schlenzer aus 18 Metern zum 4:1 den Schlusspunkt.
Durch den Dreier klettert der WSC mit nun 32 Punkten von Rang 12 auf Platz 8 und vergrößert den Abstand zur Abstiegszone auf sieben Zähler. Coach Pascal Harder tritt jedoch auf die Euphoriebremse: „Das ist kein Grund zur Entspannung. Platz fünf bis 15 spielen alle gegen den Abstieg, das Feld liegt extrem eng beieinander. Wir schauen nicht auf den Tabellenplatz, sondern nur auf die Punkte.“
Nach einer Pause am kommenden Wochenende empfängt der Werner SC am 17. Mai um 15 Uhr das Schlusslicht Borussia Münster im Lindert.
WSC: Cedric Stute – Zoran Martinovic, Nico Holtmann, Marvin Stöver, Henry Poggenpohl (ab 82. Henrik Warnecke), Lukas Nattler, Colin Lachowicz, Leon Becker (ab 89. Steffen Happe), Jannik Prinz (ab 90. Robin Przybilla), Mirac Sahin (ab 46. Jason Jäger), Johannes Schwenniger (ab 63. Moataz Barakat Omar)
Tore: 1:0 Leon Becker (59.), 1:1 Fynn Borremans (65.), 2:1 Jannik Prinz (81.), 3:1 Moataz Barakat Omar (84.), 4:1 Moataz Barakat Omar (90.)

„Na, wie habe ich das gemacht?“, fragt WSC-Angreifer Moataz Barakat Omar nach seinem zweiten Treffer. Foto: MSW
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