Frauenfußball - Spätes Aufbäumen des WSC wird nicht belohnt

Werner SC 2000 - Borussia 07 Münster II 0:1 (0:1)

Mit 0:1 mussten sich die Gastgeberinnen am Sonntag geschlagen geben, die durch die zweite Niederlage in Folge auf Tabellenplatz zehn abgerutscht sind. Gegen eine erfahrene Mannschaft aus Münster agierte das WSC-Team in der ersten Halbzeit mutlos, in der zweiten Hälfte glücklos. Die Zuschauer am Lindert sahen ein kampfbetontes Spiel. Schnell geriet Werne unter Druck und konzentrierten sich auf die Absicherung nach hinten. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen hohen Bällen und wenig Spielfluss. Immer wieder verrannten sich die WSC-Frauen in Zweikämpfe, es kam kein Offensivspiel zustande. Nach einem schwachem Befreiungsschlag und zu passivem Abwehrverhalten des WSC nickte Kathrin Ungru, nach Flanke von der rechten Seite, freistehend per Kopf zum 0:1 ein (29.). Nach dem Rückstand verfielen die Blau-Roten sofort in alte Negativtugenden.

Die Köpfe gingen runter, die Laufbereitschaft wurde heruntergefahren und die Zweikämpfe nicht mehr richtig angenommen. So ging es mit einem 0:1 in die Kabine. Mitte der zweiten Halbzeit folgte ein halbherziges Aufbäumen gegen müder werdende Gäste, aber von einem kreativen und Torchancen erzwingenden Spiel war nur Ansatzweise was zu sehen. Was blieb war die Konteranfälligkeit. Zwischenzeitlich hätte es auch 0:2 oder 0:3 stehen können, die Borussia vergab noch hochwertige Torchancen. Den Wernerinnen fehlte trotz aller Bemühungen letztlich die Durchschlagskraft um das Spiel am Ende nochmal positiv zu gestalten. Die meiste Gefahr ging zum Spielende noch von den zahlreichen Ecken und Freistößen für Werne aus. Aber alle Standardsituationen fanden keinen Abnehmer - entweder wurde nicht entschlossen genug zum Ball gegangen oder die Gäste-Deckung konnte klären.

Resümee Trainerteam Volkenrath/Baur: “Wir haben in der Halbzeit ein paar Dinge angesprochen die wir heute wieder nicht umsetzten konnten. Leider haben wir uns von der aufkommenden Unruhe auf dem Platz ablenken lassen, anstatt sich weiter aufs Spiel zu konzentrieren. Wieder mal gilt es zähneknirschend eine vermeidbare Niederlage zu akzeptieren.“

Es spielten: Sievert, M. Nolle, Volkenrath, Timmermann, Kara, Prinz, Bekker, Stoscheck, J. Dold, Borrmann, N. Nolle, Dörholt, Baur, E. Özdemir, Klein, Asche, C. Dold