Fußball - Werner SC holt schmeichelhaftes Remis in Nottuln

Der Werner SC sichert sich in der Landesliga 4 im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Punkt. Bei der DJK GW Nottuln, in der Rückrunde noch ohne Niederlage, holt sich das Team von Lars Müller ein schmeichelhaftes 1:1-Unentschieden und muss dabei die verletzungsbedingten Auswechslungen von Innenverteidiger Pascal Harder und Torhüter Sebastian Treppe verkraften.

Schon vor der Partie muss Müller seine Startelf umkrempeln. Link verteidigt auf der linken Seite, Rückkehrer Joel Simon innen neben Harder sowie Seifert auf rechts. Dadurch rückt Stöver eine Position nach vorne und in der Mittelfeldzentrale bilden überraschend Runde und Durkalic mit Lachowicz ein Sechser-Trio.

Der Plan: Tief stehen und vor allem über die linke Seite mit Prinz einige Nadelstiche setzen. Nottuln setzt den WSC gleich unter Druck und in der dritten Minute klatscht der Ball nach einem Schuss von Ahmer an den Außenpfosten. Nach 15 Minuten klappt’s mit der Entlastung durch Prinz. Der setzt zu einem längeren Sololauf an und wird erst durch ein Foul von Gronover im Strafraum gestoppt. Daniel Durkalic übernimmt die Verantwortung und verwandelt platziert unten links zum 0:1.

Wenig später muss Müller wechseln und dann gleich auf vier Positionen umstellen, denn Harder zwickt’s an den Adduktoren. Nun geht Link nach innen, Seifert sowie Stöver verteidigen außen und der eingewechselte Manka übernimmt als Linksfuß rechts offensiv. Der WSC schafft es nur selten, wie erhofft das Tempo aus dem Nottulner Spiel zu nehmen, so dass der Druck der Gastgeber größer wird. Ihre Lauf- und Passwege zeigen: Es passiert eine Menge mit Plan. So in der 20. Minute.

Bei Ahmers Heber kriegt Torhüter Treppe noch ein Körperteil an den Ball, doch erst Seifert klärt kurz vor der Linie die Situation. Und nachdem Grabowsky von der Grundlinie in den Rücken der Werner Abwehr in Richtung Elfmeterpunkt passt, rasiert ein Schuss von Hesker die Latte. Nach 28 Minuten steht Prinz wieder im Blickpunkt. Nach einem 70-Meter-Solo hat er den Blick für den freien Mann und spielt im Strafraum den Ball quer nach rechts auf Manka, doch der braucht zu lange, um sich den Ball für seinen starken linken Fuß zurecht zu legen. Dann ist Nottuln wieder dran. Nach einer Flanke von Ahmer kommt Leifken frei zum Schuss, aber Link rettet vor der Linie. Nach 43 Minuten fällt der längst verdiente Ausgleich. Leifken flankt von der rechten Seite, am hinteren Pfosten läuft Ali Shinawi ein und köpft unhaltbar ein.

Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel besitzt der Sport Club die erste Chance. Hennes passt bei einem Konter quer auf Runde, doch der schießt aus vollem Lauf Verteidiger Wenning ab. Treppe rettet anschließend gegen Leifken (59.), dann verzieht Hesker volley (61.). Und als Link auf dem stumpfen Kunstgrün den Ball verliert, rettet Seifert der Werner Kampfgemeinschaft das 1:1, weil er sich in einen Schuss von Leifken wirft. Als Treppe mit Knieproblemen das Feld verlassen muss, ist sein Vertreter Schlossarek zweimal gefragt, erledigt die Aufgaben aber sicher. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit hat der Sport Club noch die letzte Chance auf den Siegtreffer, doch nach einem Eckball von Manka köpft Joel Simon nur Zentimeter über das Tor.


Werner SC: Treppe (81. Schlossarek) – Link, Simon, Harder (19. Manka), Seifert – Prinz, Lachowicz, Runde, Durkalic, Stöver – Hennes (84. Eisenbach) – Tore: 0:1 (15.) Fouelfmeter Durkalic, 1:1 (43.) Shinawi


Trainerstimmen

Clemens Donner (DJK): Wer das Spiel gesehen hat, der weiß, dass wir heute zwei Punkte verloren haben. Der WSC hatte auch ein, zwei Chancen, aber wir in der ersten Halbzeit schon vier große. Das Spiel muss zur Pause eigentlich schon entschieden sein. Deshalb können wir auch nicht zufrieden sein. Wir hätten schneller spielen müssen, aber es hat uns Probleme bereitet, dass Werne sehr tief gestanden hat. Wir haben richtig gute Ansätze in unserem Spiel, sind aber über 90 Minuten nicht konstant genug.

Lars Müller (WSC): Wir haben schon souveräner Punkte geholt als heute, aber den einen nehmen wir trotzdem gerne mit. Defensiv hatten wir in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff, in der zweiten Halbzeit war’s besser bis auf zwei, drei Aktionen, in denen wir das notwendige Glück hatten. Der Einsatz war gut, das Clevere im Kopf hat aber zwischendurch gefehlt. Von der Laufbereitschaft und vom Willen kriegen wir hin, dass wir das Spiel nicht verlieren, aber um zu gewinnen gehört doch einiges mehr dazu.