Fußball - Der WSC belohnt sich mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten Mesum

Aufsteiger Werner SC hat mit seinem 3:1-Heimsieg über den Tabellenzweiten SV Mesum ein weiteres Mal bestätigt, dass er in die Landesliga gehört.

Dennoch bleibt der Sport Club auf dem ersten der drei Abstiegsplätze hängen, weil Viktoria Heiden einen 1:0-Pflichtsieg beim Schlusslicht in Coesfeld holt und Westfalia Gemen überraschend mit 2:1 beim VfL Senden siegt.

Trainer Lars Müller beginnt gegen Mesum als Außenseiter im 4-5-1 mit Seifert links in der Vierer-Abwehr, während Link von dort in die Innenverteidigung rückt, Saado gemeinsam mit Lachowciz und Klossek eine Dreifach-Sechs bildet und Dominik Hennes die einzige Spitze ist. Mesum hat gleich mehr Ballbesitz und nach 15 Minuten die erste Chance durch Torjäger Egbers, dessen Schus aus 23 Metern zur Ecke abgefälscht wird. Und die wird gefährlich. Dreimal kommt Guido Göcke im Fünfer zum Schuss, dreimal schließt er zu hektisch ab.

Nach 18 Minuten steht Dominik Hennes im Blickpunkt. Als er auf der linken Seite kurz vor dem Mesumer Sechzehner gefoult wird und der Unparteiische auf Vorteil entscheidet, läuft Jannik Prinz mit dem Ball frei in Richtung Grundlinie. Weil aber Hennes motzt, gibt’s Freistoß für Mesum. Die Chance ist weg, das Entsetzen auf der Werner Bank groß. Keine 30 Sekunden später ist dem Angreifer keiner mehr böse. Hennes sprintet in einen schlampig gespielten Rückpass von Julian Wolf, läuft alleine auf Keeper Gottwald zu und lässt diesem zum 1:0 keine Chance.

In der Folge hat der Gast die besseren Chancen. Philip Grewe trifft den Innenpfosen (23.), sechs Minuten später Michael Egbers zum Ausgleich ins Netz. Dennis Seifert kann die Rechtflanke von Luca Schweder nicht verhindern, am hinteren Pfosten köpft der Torjäger ungehindert zu seinem 20. Saisontreffer ein.

Der WSC ist unter Druck, aber trotz seiner defensiven Grundausrichtung nicht ungefährlich und schafft nach schnellem Umschaltspiel vorne in einigen Situationen sogar Überzahl. Sieben Minuten vor der Pause geht Jannik Prinz mit Tempo in Richtung Tor und bei dessen Flachschuss aus 17 Metern muss sich Keeper Gottwald strecken.

Beim WSC ist zum Wiederanfpfiff das Personal gleich, aber die Taktik eine andere. Lars Müller lässt seine Elf offensiver verteidigen. Werne schließt die Lauf- und Passwege der Gäste besser, verhindert das zuvor so gefährliche Spiel vor allem über deren rechte Außenbahn und gleicht sich in der Ballbesitz-Bilanz immer weiter an.

Nach 59 Minuten fällt sogar das 2:1 für die Gastgeber. Marvin Stöver fängt an der Mittellinie den Ball ab und bringt die Kugel auf halbrechts. Von dort spielt Prinz den Ball quer in den Strafraum hinein und in den Lauf von Hennes. Der erwischt Keeper Gottwald auf dem falschen Fuß und schiebt am kurzen Pfosten ein.

Gästetrainer Marcel Langenstroer reagiert mit drei frischen Leuten von der Bank, zieht Torjäger Egbers in die Spitze und will das Spiel über die Außen wieder forcieren. Doch die Werner halten mit hoher Laufintensität dagegen und Mesum lebt in erster Linie von Freistößen.

Nach 72 Minuten verschätzt sich Harder nach einem solchen, Egbers taucht wieder am hinteren Pfosten auf, köpft aber knapp vorbei.

In der Schlussphase wird der Gast wieder zwingender und will einen Elfmeter (79.). Schmidt hat im Werner Strafraum Bodenkontakt – sonst aber keinen anderen.

Neun Minuten vor dem Ende bringt Müller mit Poggenpohl für Prinz eine weitere Absicherung und die Gastgeber verteidigen nun mit fünf oder sechs Mann in der hinteren Reihe. Mesum fällt nicht allzu viel ein, dennoch bleibt das Gefühl, dass die Gäste durch ihre inpiduelle Klasse noch einen Punch setzen können, doch Dominik Schmidt gelingt dies zwei Minuten vor dem Ende nicht.

Dafür feiern die Werner ein Jokertor zur Entscheidung. Der eingewechselte Daniel Durkalic lupft den Ball von rechts über Mesums Keeper hinweg und der ebenfalls eingewechselte Yannick Eisenbach grätscht die Kugel am hinteren Pfosten zum 3:1 über die Torlinie (90.).


Werner SC: Treppe – Seifert, Link, Harder, Stöver – Prinz (82. Poggenpohl), Klossek, Saado (70. Durkalic), Lachowicz, Runde – Hennes (78. Eisenbach)

Tore: 1:0 (19.) Hennes, 1:1 (29.) Egbers, 2:1 (59.) Hennes, 3:1 (90.) Eisenbach