Fußball - WSC siegt in Nordkirchen ohne sechs Offensivleute mit 6:2

Der Werner SC sichert sich im Rahmen seiner Vorbereitung auf die zweite Serie in der Landesliga 4 seinen ersten Erfolg.

Beim Bezirksligisten FC Nordkirchen setzen sich die Blau-Roten deutlich mit 6:2 (4:1) durch, obwohl Trainer Lars Müller große Personalnot hat. Mit Thannheiser, Durkalic, Prinz, Manka, Eisenbach und Hennes fehlt ihm alleine ein halbes Dutzend Offensivkräfte.

Der Erfolg kann durchaus noch deutlicher ausfallen – alleine Saado hat noch „zwei im Sinn“, die er erzielen muss. „Mir war wichtig, dass wir eine deutlich größere Laufbereitschaft zeigen als am Mittwoch in Lohauserholz. Offensiv hatten wir einige gute Aktionen, defensiv aber auch einige Missverständnisse, was aber wohl mit der ungewohnten Aufstellung zu erklären ist“, sagt der Werner Trainer.

Müller holt Matthias Glinski und Dustin Gorzalski aus der Reserve für die Bank, lässt Niklas Link Linksverteidiger spielen und Jussef Saado sowie Mondrian Runde finden sich als Doppelspitze vorne wieder.

Das scheint auch den FCN zu verwirren, denn nach nicht einmal zwei Minuten führt der Sport-Club durch ein Saado-Tor nach Vorarbeit von Yannick Lachowicz. Das frühe Ausgleichstor durch Gündüz stört die Werner wenig. Innenverteidiger André Gretenkort trifft aus kurzer Distanz zum 1:2. Wieder ist Lachowicz der Vorbereiter – dieses Mal mit einer Flanke nach einer zunächst abgewehrten Ecke. Zwei Minuten später köpft Runde den Ball nach einem Saado-Freistoß von halbrechts zum 1:3 ins lange Eck, dann trifft Lachowicz im Nachsetzen zum 1:4 schon nach 26 Minuten.

Die Gastgeber schieben Frust und Gündüz wird auffällig, weil er Klossek einen Schlag in den Nacken verpasst und dafür Gelb sieht.

Zur zweiten Halbzeit baut Müller defensiv um. Link und Harder rücken für Lachowicz und Klossek auf die Sechser-Positionen, Oli Winter geht in die Innenverteidigung und Glinski als Außenverteidiger nach links. Das zeigt zunächst Wirkung. Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff steht Glinski zu weit von Jan-Hendrik Rabitsch weg, der aus leicht spitzem Winkel zum 2:4 einnetzt.

Die Werner brauchen etwa eine Viertelstunde, um wieder Ordnung in ihre Aktionen zu bekommen. Nach 72 Minuten muss das fünfte Werner Tor fallen: Runde überläuft Venneker und legt für Saado auf, doch der schießt aus elf Metern über das freie Tor. Besser klappt es zwei Minuten später: Harder spielt einen flachen Zuckerpass von halblinks genau in den Lauf von Niklas Link, der niemanden mehr vor sich hat und Torhüter Sandhowe beim 2:5 keine Chance lässt. Nach 78 Minuten fällt das Tor zum Endstand. Poggenpohl läuft über links davon und wird zwar von Sandhowe gestoppt, doch den Abpraller versenkt Saado mit Augenmaß rechts unten.

Dass Poggenpohl bei dem Zuspiel von Link knapp im Abseits war, ärgert den sensiblen Gündüz, der sich ständig benachteiligt fühlt. Weil aber auch seine Aufforderung an den Kapitän, mal beim Unparteiischen vorzusprechen, ins Leere geht, stapft er schnurstracks in Richtung Kabine. Und der FCN muss das Spiel zu zehnt beenden...

Der Sport Club wird am kommenden Sonntag noch einmal beim Soester SV testen, dann wieder mit fünf seiner sechs Offensivkräfte. Einzig Thannheiser wird wegen seiner Schambeinentzündung fehlen, während Jannik Prinz – was jetzt offiziell bestätigt ist – nach einer 8-wöchigen Sperre wieder vor den Ball treten darf.


Werner SC: Schlossarek – Link, Gretenkort, Harder, Seifert – Poggenpohl (82. Gorzalski), Klossek (46. Glinski), Lachowicz (46. Winter), Stöver – Saado, Runde

Tore: 0:1 (2.) Saado, 1:1 (11.) Gündüz, 1:2 (19.) Gretenkort, 1:3 (21.) Runde, 1:4 (26.) Lachowicz, 2:4 (51.) Rabitsch, 2:5 (73.) Link, 2:6 (78.) Saado