Fußball - Spiel des Werner SC gegen Ahaus nach 58 Minuten abgebrochen

Der Werner SC macht am Abend im vorgezogenen Spiel der Landesliga (4) gegen Eintracht Ahaus aus einem 0:2-Rückstand eine 4:2-Führung, steht aber mit leeren Händen da.

Denn nach 58 Minute und kurzer Diskussion bricht Schiedsrichter Marcel Skorupa (Dortmund) die Begegnung ab, weil starker Schneefall auf dem Kunstgrün im Lindert kein reguläres Spiel mehr zulässt.

Nun liegt die Entscheidung beim Staffelleiter, ob nur die restlichen Minuten nachgeholt werden, oder die gesamte Partie neu angesetzt wird.

Schon vor dem Anpfiff der Begegnung sind die Bedingungen grenzwertig. Ab etwa 18 Uhr überzieht eine feine weiße Schicht den Platz. Aber Skorupa lässt es darauf ankommen. Schließlich werden die Linien und Markierungen mit Besen freigeräumt, ein roter Ball ausgepackt – und los geht’s.

Die Gastgeber haben sich noch nicht an das rutschige Geläuf gewöhnt, da liegen sie nach zwei Standards schon mit 0:2 zurück. In der 5. Minute trifft Tobias Hemling nach einem Eckball von rechts am hinteren Pfosten aus kurzer Distanz. Und vier Minuten später schießt Kai Erning nach Foul von Saado den Freistoß aus 30 Metern einfach mal drauf – und auch zum 0:2 rein. Wenig später muss Treppe in höchster Not gegen Hippers retten, weil Link zuvor wegrutscht.

Danach wird erst einmal unterbrochen, weil der (einzige) rote Ball nach einem Befreiungsschlag irgendwo am Bahndamm liegt und so schnell nicht gefunden wird.

Die Werner passen sich danach immer besser den widrigen Umständen an und kommen – ebenfalls nach einem ruhenden Ball – zum Anschlusstor: Daniel Durkalic köpft nach einem Eckball von Lachowicz ein. Und als Mondrian Runde in der 32. Minute nach einer Energieleistung zum 2:2 vollendet, da kippt das Spiel. Dennoch besitzt Ahaus die Chance auf das dritte Tor: Als Treppe schon geschlagen ist, kratzt Dennis Seifert den Ball nach einem Schuss von Erning akrobatisch von der Linie.

In der sechsten Minute der Nachspielzeit in der ersten Halbzeit (der rote Ball am Bahndamm!) ist das Spiel gedreht. Mankas flach gespielter Eckball von rechts wird auf dem glitschgen Boden für die Defensive unberechenbar und Durkalic trifft zum umjubelten 3:2. Doch schon da wird der Schneefall immer dichter.

Schiedsrichter Skorupa pfeift dennoch zur zweiten Halbzeit an und der WSC zeigt, wie man auf einem solchen Boden zu spielen hat. Durkalic macht rechts einen lang gespielten Ball fest und legt auf Manka ab. Dessen gezielt gespielter Flankenball erreicht Runde, der mit dem Kopf Jannik Prinz einsetzt. Und der verlädt seinen Gegenspieler mit einer kurzen Drehung und schießt unhaltbar mit rechts zum 4:2 ein.

WSC-Trainer Lars Müller ahnt bereits, was da kommen mag, schickt zwei Leute raus, um die Außenlinien freizufegen. Doch inzwischen fehlt Skorupa bei dem starken Schneetreiben der Durchblick. Er sehe kaum noch etwas, könne Entscheidungen nicht mehr richtig abschätzen, lässt er die Mannschaften wissen. Wenig später ist Feierabend.


Werner SC: Treppe – Seifert, Link, Simon, Stöver – Manka, Lachowicz, Saado, Runde – Durkalic, Thannheiser (31. Prinz)

Tore: 0:1 (5.) Hemling, 0:2 (9.) Erning, 1:2 (26.) Durkalic, 2:2 (31.) Runde, 3:2 (45.+6) Durkalic, 4:2 (50.) Prinz

veröffentlicht von Wilfried Nordlohne