Fußball - Werner SC verdient sich einen Punkt in Münster

Der Werner SC hat sich in seinem letzten Landesliga-Auswärtsspiel des Jahres mit dem 1:1 (0:0) beim Tabellendritten SC Münster 08 einen Punkt redlich verdient. Es ist ein ganz wichtiger Zähler für den Aufsteiger, denn auch die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf gehen nicht leer aus.

So bleibt der WSC weiter über dem Strich. Trainer Lars Müller begegnet dem Ausfall von Außenverteidiger Dennis Seifert mit einer Dreierkette (Link, Simon, Stöver), stellt davor – wie schon in Emsdetten – ein Fünfer-Mittelfeld mit drei Sechsern (Klossek Saado, Lachowicz) sowie zwei schnellen Außen (Manka, Runde), setzt auf Kapitän Thannheiser (trotz der Adduktorenprobleme) und Durkalic vorne.

Mit dieser Formation steht der Sport Club in der ersten Halbzeit ausgesprochen sicher und setzt die ersten Nadelstiche mit Aktionen von Runde und Durkalic. Nur einmal, kurz vor dem Pausenpfiff, werden die Münsteraner richtig gefährlich.

Auch nach dem Seitenwechsel haben die Münsteraner ein Plus an Ballbesitz, aber ein Minus an Ideen. Die Werner wirken flinker und auch gedanklich schneller und setzen zwei Konter über die rechte Seite. Nach 49 Minuten steckt Durkalic mit der Hacke zu Stöver durch, der bis zur Grundlinie düst und flankt. Thannheiser legt für Lachowicz auf, doch der gerät in Rücklage und schießt über das Tor. Sechs Minuten später ist Durkalic rechts durch, aber der Flankenball erreicht Thannheiser nicht.

Für den SC 08 schießt Speerschneider in der 58. Minute das erste Mal nach der Pause auf das Werner Tor – genau in die Arme von Treppe. Wenig später muss Thannheiser mit Schmerzen vom Feld, für ihn kommt Dominik Hennes. Müller beweist damit ein gutes Händchen, denn der Angreifer ist sofort im Spiel und wird gleich mit einem Heber gefährlich. Wenig später legt Klossek den Ball mit dem Kopf auf Hennes zurück, doch dessen Schuss wird geblockt.

Nach 70 Minuten erzielt er das Tor zur durchaus verdienten Führung. Den von Dennis Klossek lang gespielten Ball nach halblinks kann Hehemann nicht abwehren, Hennes ist frei durch und trifft von der Strafraumgrenze flach unten rechts. Münster macht danach weiter auf, der WSC spielt nun mit Viererabwehr und nur noch einer Spitze. Münster fällt aber weiterhin nichts ein.

Als Trainer Celebic den langen Innenverteidiger Michael Eising in die Spitze beordert, sind die Werner ein einziges Mal unsortiert – und schon spitzelt der den Ball zum Ausgleich über die Linie. Die Schlussphase wird noch einmal hitzig. Zunächst wird ein guter Schuss von Jannik Prinz mit Glück zur Ecke abgewehrt. Und auf der Gegenseite haben die Werner noch eine Serie von vier Eckbällen zu überstehen, dann ist Feierabend.


Werner SC: Treppe – Link, Simon, Stöver – Manka (67. Prinz), Klossek, Saado, Lachowicz, Runde – Thannheiser (59. Hennes), Durkalic

Tore: 0:1 (70.) Hennes, 1:1 (83.) Eising