"Der Sportverein - ein gesundheitsfördernder Lebensort"

... unter diesem Titel läuft ein Modellprojekt des Werne SC 2000 mit dem Landessportbund NRW, das im August 2007 begonnen wurde. Das Projekt will verdeutlichen, welche gesellschafts- und sozialpolitische Bedeutung Sportvereine für ihre Mitglieder und das dazugehörige Umfeld haben.

Im Rahmen der Projektarbeit sollen vorhandene Strukturen in den Sportvereinen aufgezeigt, aber auch neue Entwicklungen bzw. Optimierungen angestoßen und dokumentiert werden. Zu diesem Zweck hat der Landessportbund drei Vereine unterschiedlicher Größenordnung ausgewählt, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Neben dem Werner SC 2000 sind dies die BSG Wuppertal und GHOST Troisdorf. Die Ergebnisse werden am Ende zusammengefasst, dokumentiert und veröffentlicht, damit andere Vereine sich daran orientieren können, um von positiven Entwicklungen zu profitieren oder Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Nach einer nicht ganz einfachen Startphase, als es darum ging, die Ziele zusammen mit dem LSB allgemeinverständlich und praxisorientiert zu definieren, begann die Arbeit vor Ort mit der Gewinnung von MitarbeiternInnen und der Formulierung einzelner Handlungsfelder wie z. B. die Arbeit an einem einheitlichen Internetauftritt für den Verein. Inhaltlich geht es dabei überwiegend um Defizite in der Vereinsarbeit, die zwar seit Jahren allgemein bekannt sind, deren Beseitigung jedoch wegen der alltäglichen Arbeitsbelastung der gewählten Vereinsvertreter immer wieder in der Priorität nach hinten verschoben wurde. Die Projektstruktur sieht vor, die Handlungsfelder in Arbeitsgruppen zu behandeln und deren  Aktivitäten im Interesse der Projektziele über eine Lenkungsgruppe unter Beteiligung externen Fachkompetenz zu steuern. 

In dem Wissen, sich vom Umfang und der Schwierigkeit der Aufgaben her mutige Ziele gesetzt zu haben, hat die Projektleitung auf die Reduzierung der Handlungsfelder ganz bewusst verzichtet. Wegen der besonderen Bedeutung der definierten Aufgaben, sollen alle benannten Probleme behandelt werden, auch wenn dies deutlich länger dauert als vorgesehen. Obwohl es inzwischen einige Ergebnisse zu verzeichnen gibt, stehen einige Arbeitsgruppen noch ziemlich am Anfang oder konnten ihre Arbeit noch gar nicht aufnehmen. Als besonders problematisch erwies sich dabei insbesondere das Handlungsfeld "Sport- und Begegnungszentrum", das - nach ermutigendem Beginn - im Wahljahr von der Politik besetzt und auf eine Diskussion um die Errichtung eines Kunstrasenplatzes reduziert wurde.

Vor diesem Hintergrund kam die erklärte Bereitschaft des Landessportbundes sehr gelegen, die Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen auch nach der offiziellen Beendigung des Projektes im Juli 2009 fortzusetzen.