Fußball - Werner SC geht kein unnötiges Risiko beim Davertpokal

Am Samstag steigt der Werner SC in den Davertpokal ein. In der Gruppe D bekommt es der Fußball-Landesligist mit den A-Ligisten SV Bösensell, TuS Ascheberg und GS Cappenberg zu tun – und ist, auf dem Papier, somit automatisch Favorit auf das Weiterkommen.
Das sieht auch Wernes Co-Trainer Christof Zilligen so, der die Planung für den Davertpokal weitestgehend übernommen hat. „Wir wollen den Samstag überstehen und am Sonntag dann von Spiel zu Spiel gucken, wie weit es geht.“
Kein Risiko eingehen
Mit neun Spielern reisen die Werner an, bis auf Yannick Eisenbach aus dem Reserve-Team bestehe der Kader komplett aus Kickern der ersten Mannschaft, so Zilligen. „Wir haben den Jungs die Wahl gelassen: Wer gerne spielen möchte, der soll auch spielen. Trotzdem hoffen wir natürlich in erster Linie, dass sich keiner verletzt. Chris Thannheiser, Joel Simon und Dennis Seifert etwa sind keine Hallenspieler und anfällig – da gehen wir kein Risiko ein. Aber die kleinen, wuseligen Spieler wie Yannick Lachowicz oder Dennis Klossek sind natürlich am Start.“
Apropos Start: Als Startschuss für die Vorbereitung sieht Zilligen das Turnier noch nicht: „Wir legen am 16. Januar los, bis dahin sind es noch anderthalb Wochen.“ Das Ziel der Vorbereitung ist klar: „Wir wollen uns weiterentwickeln. Es ist quasi die erste richtige Vorbereitung für Lars Müller. Im Sommer war er einige Zeit im Urlaub, außerdem hatten wir sehr viele Testspiele vereinbart“, erinnert Zilligen. Das ist nun anders. Vier Testpartien hat der WSC im Kalender stehen. Los geht es am 31. Januar, wenn Werne um 19.15 Uhr Beckum im Lindert empfängt. Danach folgen drei Auswärtsspiele gegen den TuS Lohauserholz (8. Februar), den FC Nordkirchen (11. Februar) und Westfalia Soest (18. Februar).
Verstärkung im Anmarsch
Personell sind die Planungen des Werner SC für den Abstiegskampf in der Rückrunde noch nicht abgeschlossen. Fest steht: Pascal Harder kommt von Bezirksligist Westfalia Wethmar und verstärkt die Abwehr, Ersatz-Keeper Manuel Linke hat den WSC in Richtung seines Jugend-Klubs SVF Herringen verlassen. Dadurch rückt Wernes bisheriger dritter Torwart, Tristan Schlossarek, zum Ersatzmann für Stamm-Keeper Sebastian Treppe auf. Verteidiger Dominik Giffey hat sich derweil beim WSC abgemeldet. Sein Weg führt ihn wohl in die Landesliga 3 zum TuS Wiescherhöfen nach Hamm. Beide Klubs verhandeln derzeit, wie der Sportliche Leiter des WSC, Marco Barwig, auf Nachfrage bestätigte.
Ad acta gelegt haben die Werner hingegen ihre Hoffnungen auf eine Verstärkung in der Offensive. „Wir haben darüber nachgedacht. Aber es ist ehrlich gesagt fast unmöglich, im Winter jemanden zu bekommen, der uns direkt weiterhilft“, erklärt Barwig. Dafür deutet sich ein weiterer Neuzugang für die Defensive an. „Ich kann noch keinen Namen nennen, aber wir führen derzeit Gespräche. Wenn alles glatt läuft, können wir Mitte nächster Woche hoffentlich Vollzug melden“, so Barwig am Freitag.

veröffentlicht von Wilfried Nordlohne