Ohne Schiedsrichter geht es nicht!

Ohne Schiedsrichter geht es nicht!



"Nicht meckern, sondern pfeifen".

Das Erfolgsgeheimnis des Fußballsports sind seine klaren und leicht verständlichen Regeln, die seit über 100 Jahren nahezu unverändert sind. Geprägt von wachsenden Anforderungen und somit im Wandel ist hingegen die Rolle des Schiedsrichters. Nicht genug, dass binnen Sekunden komplexe Spielsituationen richtig bewertet werden müssen: Einem Pfiff wird oft unterstellt, am Saisonende nicht nur über Meisterschaft oder Abstieg, sondern darüber hinaus auch langfristig über die Zukunft von Vereinen entschieden zu haben.

alt
Die Schiedsrichter des WSC 2000

Mit einem umfassenden Ausbildungs- und Förderprogramm sorgt der Deutsche Fußball-Bund dafür, dass die Unparteiischen diesen Anforderungen in vorbildlicher Weise gerecht werden – nicht nur auf dem Spielfeld. Auch künftig wird der DFB mit Image-Kampagnen dazu beitragen, die Akzeptanz der Schiedsrichter in der Öffentlichkeit zu erhöhen.
Schiedsrichter in den höheren Spielklassen sind Leistungssportler. Wer in der Bundesliga zum Einsatz kommen will, benötigt Augenmaß, Autorität, Kompetenz und Erfahrung, aber auch optimale Fitness. Er muss die Regeln sicher beherrschen und über Nervenkraft verfügen.  Die Bundesliga meldet hohe Zuschauerzahlen, das Spiel von 44 Fußballer-Beinen hat in allen Klassen nicht von seiner Attraktivität verloren. 

alt
Auch der 12. Mann brauch mal eine  
Pause - wie hier die Schiedsrichter Rainer Klaas u. der 2. Vorsitzende der Fussballabteilung Willi Pöller (rechts)

 Wohin würden aber diese 44 Beine laufen, gäbe es auf dem Platz nicht den Schiedsrichter? Es ist zwar das Los seine Amtes, dass er von vielen als notwendiges Übel betrachtet wird. In Wahrheit ist er aber ein wertvoller, ja unverzichtbarer Teil des großen Spiels. Er führt nicht Regie im Sinne eines Filmregisseurs, aber er ist der Regisseur im Sinne der Regeln.
Der Ausruf "Schiedsrichter ans Telefon" ist wohl fast so alt wie der Fußball. Doch diejenigen, die ihn leichtfertig rausbrüllen, sollten sich eher am Motto einer DFB-Aktion orientieren: "Nicht meckern, sondern pfeifen".

Woche für Woche sind 78.617 Unparteiische im Einsatz. Die meisten Unparteiischen gehören dem Bayerischen Fußball-Verband (15.127) an, es folgen Niedersachsen (11.579), Württemberg (6.973) und Hessen (6.829). 63.265 Schiedsrichter sind über 18 Jahre und 13.166 sind unter 18, darüber hinaus sind 2.186 weibliche Unparteiische. (Stand 30.04.2008)

Leitbilder für die Schiedsrichter, die jetzt nicht nur in schwarz, sondern auch in grün, rot oder sogar gold antreten dürfen, sind die zehn deutschen Unparteiischen, die auf der Liste des Fußball-Weltverbandes (FIFA) stehen und bei internationalen Spielen eingesetzt werden. Kaum ein anderes Land hat eine solch hohe Quote. Ein Beweis für die Qualität der DFB-Referees. 

 

Wie werde ich Schiedsrichter?


Voraussetzungen:

Mindestalter zwölf Jahre, zudem Mitglied in einem Fußballverein, Interesse am Fußball, Einsatzbereitschaft für jährlich mindestens 20 Spielleitungen und Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr. Je nach Landesverband 20 bis 50 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer Woche bis sechs Wochen. Dabei Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln.

Prüfung:

Schriftliche (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (zum Beispiel 1.300-m-Lauf in sechs Minuten). Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch schon im Senioren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Hierbei erfolgt möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen ("Paten").

Aufstieg:

Bei Eignung können gegebenenfalls auf Kreis- und Bezirksebene zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden. Ab Landesliga benötigt jeder Kandidat pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Bis in die Bundesliga sollen mindestens sechs bis acht Jahre veranschlagt werden. Die Eignung für die höhere Spielklasse wird durch Schiedsrichter-Beobachter festgestellt.

Finanzen:

Die Sportkleidung wird normalerweise vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen zwischen
4 € (Schülerspiele), 150 € (Regionalliga) und 3.068 € (Bundesliga). 
  


Unsere Schiedsrichter im WSC 2000:

 
Burkhard Knuth
Burkhard Knuth
 
Tel. 02389 / 86 47
Mobil: 0162 / 9 43 81 96
seit März 1982
Kreisliga A
Edgar Müller

Edgar Müller
 
Tel.  02389 / 82 55
Mobil: 0175 / 9 93 20 41
 
seit Mai 1974
Kreisliga B
Rainer Klaas
Rainer Klaas

Tel. 02389 / 5 23 92
Mobil: 0157 / 74 57 47 17
seit März 1982
Kreisliga B
Dr. Franz Krampe
Dr. Franz Krampe


Tel. 02389 / 57 71
Mobil: 0172 / 4 34 16 32

seit Oktober 1976
Kreisliga A
Hubert Schwichtenhövel
Hubert Schwichtenhövel

Tel. 02389 / 53 69 20
Mobil: 0173 / 5 31 90 62
seit Mai 1978
SR-Beobachter
Rolf Pieper
Rolf Pieper

Tel. 02389 / 5 23 76
Mobil: 0162 / 6 22 64 39

seit 1970
Kreisliga B
Frank Niemietz
Frank Niemietz

Tel. 02306 / 37 15 87
Mobil: 0176 / 21 65 38 37
seit Dez. 2007
Bezirksliga
Anwärter Landesliga


WSC-Schiedsrichterobmann Burkhardt Knuth sucht Schiedsrichter-Nachwuchs! 

Interessierte Jugendliche ab 16 Jahre können sich bei ihm telefonisch oder mittwochs in der Zeit von 18.30 bis 20 Uhr in der Fußball-Geschäftsstelle (Freiherr-vom-Stein-Str. 51) melden.
Burkhardt Knuth und seine Schiedsrichter-Kollegen stehen zu einem unverbindlichen Informationsgespräch gerne bereit! Tel.: 02389/8647.