Symbolischer Baubeginn für Kunstrasenplatz im Lindert
Geschrieben von: Westfälischer Anzeiger, Frank Zöllner, Foto Heinz Overmann Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 15:23 Uhr
Nun ist es endlich absehbar, wann der erste Kunstrasenplatz in Werne errichtet wird. Am Dienstag nahm Bürgermeister Lothar Christ in einem Bagger sitzend den ersten Bodenaushub symbolisch im Sportzentrum Lindert vor. Zusammen mit dem Diplom-Ingenieur und Sportstätteplaner Herbert Vennegerts, der als Oberbauleiter fungiert, wurden die Baupläne für die zwei Kunstrasenplätze – ein Groß- und ein Kleinspielfeld – in einem Pressegespräch vorgestellt.
![]() |
|
BM Christ beim ersten Spatenstich (Foto Overmann) |
Am Rande wurde auch mitgeteilt, dass am kommenden Montag für die neue Leichtathletik-Anlage aus Kunststoff im Sportzentrum Dahl der Baubeginn ist. „Das ist ein Meilenstein für den Sport in Werne“, sagte Lothar Christ, der allerdings kein genaues Datum für die Fertigstellung nannte. „Wir sagen, dass es im Herbst fertig wird. Ich will nicht ausschließen, dass es November wird“, so noch einmal Lothar Christ. Denn wichtig für die Verlegung des Kunstrasen-Belages ist „eine ganz trockene Phase“, so Vennegerts.
Die Bauausführung übernimmt die Firma Siebeneck und Krüsmann aus Münster und rechnet damit, dass in zwölf bis 13 Wochen das Gelände im Sportzentrum Dahl komplett umgebaut ist. Das Großspielfeld hat die Maße 104 x 68 Meter und das Mini-Spielfeld von 68 x 35 Metern. Während das Kleinspielfeld den Fußballern – Training und auch Pflichtspiele von Minis bis E-Junioren – vorbehalten ist, ist der große Platz sowohl für Kicker wie auch für Hockeyspieler nutzbar. „Die Verfüllung ist so ausgewählt, dass sie für den Hockeysport genutzt werden kann. Denn die spielen ja mit kleineren Kugeln, die auch rollen müssen“, sagte Herbert Vennegerts. Die Art des Belages wurde vom Deutschen Hockey-Bund in Essen offiziell für Feldhockey-Spiele zugelassen. Die Markierung wird für Fußballer und Hockey-Spieler vorgenommen. Jeweils eine Spielhälfte – dann quer – wird für Nachwuchsspieler in Fußball und Hockey mit zusätzlichen Linien versehen.
Das Kleinspielfeld kommt direkt vor dem derzeitigen Kabinentrakt. Der bisherige Lärmschutzwall zur Wohnbebauung wird deshalb von drei auf fünf Metern erhöht. Hinter beiden Toren am großen Platz werden sechs Meter hiohe Ballfangzäune befestigt.
Zudem wird auf der Seite zur Linderthalle hin eine Kurzstrecken-Laufbahn für Sprintwettbewerbe errichtet, sowie eine Sprunggrube und ein Kugelstoß-Feld. „Hier können sämtliche Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen absolviert werden“, führte Herbert Vennegerts weiter aus. Denn das Großfeld bekommt zusätzliche Laufmarkierungen. Die Laufbahn ist zwar nur 328 Meter lang, hat aber Linierungspunkte für 400, 800, 1000 sowie 3000 Meter.
Und damit das neue sportliche Schmuckstück im Werner Westen – bezahlt aus Geldern des Konjunkturpaketes II und etwa 1 Millionen Euro teuer – auch im richtigen Glanz erstrahlt, wird auch eine neue Flutlichtanlage erbaut.


