FuB - TOP 50 zu Gast bei den Ford-Werken
Geschrieben von: Manfred Prömel Samstag, den 10. Dezember 2011 um 12:21 Uhr
Einen interessanten und kurzweiligen Tag verbrachten 47 Teilnehmer der TOP 50 des WSC am vergangenen Donnerstag in der Domstadt Köln. Bereits um 7:30 Uhr ging es mit einem Reisebus vom Parkplatz am Solebad in die rheinische Metropole, und zwar zunächst zu den Ford-Werken in Köln-Niehl.
Nach der freundlichen Begrüßung durch die Mitarbeiter des Unternehmens wurde den Gästen aus der Lippestadt im Empfang des Besucherzentrums der Konzern u. a. mit einem kleinen Film präsentiert. Dabei erfuhren die Teilnehmer, dass der Automobilhersteller bereits seit 1930 in der Stadt am Rhein angesiedelt ist und seit 1998 von hier aus seine Aktivitäten in ganz Europa steuert. Neben der Fertigung der Modelle Fiesta und Fusion ist in Köln-Niehl die Motoren-, Getriebe, Schmiede- und Gussteilproduktion auch für andere Modelle zu Hause. Kein Wunder, dass die Marke Ford aus dem Alltag der Stadt nicht mehr wegzudenken ist, tritt der Konzern doch bei zahlreichen sportlichen und kulturellen Veranstaltung als Partner und Förderer auf.
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Die Produktionsstätten und Verwaltungsgebäude des Konzerns - direkt am Rhein gelegen - verteilen sich auf eine Fläche von immerhin 17.000 m². Zurzeit beschäftigt das Unternehmen an diesem Standort 7.000 Mitarbeiter aus 50 Nationen, von denen 4.000 in der Produktion tätig sind. Die beeindruckende Leistung dieser Mitarbeiter wird deutlich, wenn man weiß, dass aktuell täglich 1.800 Fahrzeuge das Werk verlassen, die anschließend per Schiff, Bahn oder LKW in einen der 51 Märkte des weltweit tätigen Unternehmens transportiert werden. Dabei wir jedes einzelne Fahrzeug individuell nach den Wünschen des künftigen Besitzers gefertigt.
Weitere interessante Details und beeindruckende Zahlen zu den Produktionsabläufen erfuhren die Besucher dann von einer kompetenten Begleitung bei einer Rundfahrt mit dem Besucherzug durch die Fertigungshallen. Hautnah konnten die Mitglieder der TOP 50 dabei das Entstehen eines Fahrzeuges von Punkt A bis zu Punkt Z, dem Verlassen der Produktionshallen, miterleben.
Dabei werden im Presswerk zunächst die notwendigen Einzelteile für die Karosserie mit sog. Dreiachsenpressen bzw. hintereinander geschalteten Pressstraßen hergestellt. Die dazu erforderlichen zahlreichen verschiedenen Werkzeuge werden ebenfalls vor Ort instand gehalten. Beim Karosserierohbau wie auch in der Montagehalle sind nahezu ausschließlich Industrieroboter mit Schraub-, Schweiß-, Klebe- und Tragfunktionen im Einsatz, wobei das Material über Elektrohängebahnen zugeführt wird. Einschließlich einer notwendigen Ausfallreserve sorgen am Standort Köln insgesamt 970 Roboter dafür, dass der Produktionsprozess zu 95 % automatisch erfolgt. Dabei werden die einzelnen Arbeitsschritte zur Fehlerminimierung immer wieder von Qualitätskontrollen begleitet.
Nach Durchlaufen der Lackier- und Trocknungsstraße erfolgt die Endmontage überwiegend per Hand durch hochqualifizierte Fachkräfte, die in Teams mit sechs Mitarbeitern und einem Coach nach konkreten Vorgaben u. a. einem Zeittakt von 87,4 Sekunden tätig werden. Zur Abwechslung rotieren die einzelnen Teams und unterstützen sich bei auftretenden Problemen gegenseitig.
Das notwendige Material wird dabei auf Anforderung durch die Mitarbeiter von einem „Marktplatz“ genannten Lager zugeführt. Gegen Ende des Fertigungsprozesses erfolgt die sog. „Hochzeit“, die Zusammenführung von Fahrgestell und Karosserie, die unterschiedlichen Funktionskontrollen, sowie die Dichtigkeitsprüfung mit dem Wassertest. Nach insgesamt 13,61 Stunden und einer genauen Endkontrolle verlässt das fertige Fahrzeug dann die Werkshallen, um an seinen Bestimmungsort überführt zu werden.
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Beeindruckt und versorgt mit vielen interessanten Informationen zur Herstellungen von Kraftfahrzeugen verließen die Mitglieder der TOP 50 das Ford-Werk und steuerten dann die City der Domstadt an. Hier nutzten die Besucher die Gelegenheit, um ausgiebig zu shoppen
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oder einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte in Köln zu besuchen. Insbesondere vom Treiben am Kölner Dom, vom Flair des „Marktes der Engel“ auf dem Neumarkt und von der Atmosphäre der „Heimat der Heinzel“ in der Altstadt ließen sich die Gäste aus Werne verzaubern, bevor man um 18 Uhr wieder den Bus bestieg, um pünktlich um 20 Uhr in Werne anzukommen.
Schnappschüsse dieser Tagesfahrt finden sich in der Fotogalerie!